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Wahlen Indonesien 2024: Analysen, Meinungen, Interviews

Wahltag in Jakarta
Am 14. Februar 2024 fanden in Indonesien die Präsidentschaftswahlen zusammen mit der Parlamentswahl und zahlreichen Kommunalwahlen statt (Foto: Sven Hansen).

Zusammenstellung aller Beiträge der Stiftung Asienhaus zu den Wahlen 2024 in Indonesien.

Im Februar 2024 wurde in Indonesien ein neuer Präsident gewählt. Nach zwei Amtszeiten trat der derzeitige populäre Präsident Joko Widodo (Jokowi) nicht mehr an. Als Wahlsieger ging der frühere General und amtierende Verteidigungsminister Prabowo Subianto hervor. Ihm werden zahlreiche Menschenrechtsvergehen während der Suharto-Diktatur vorgeworfen.

Die Stiftung Asienhaus und das Online-Magazin südostasien berichteten vor und nach der Wahl in zahlreichen Beiträgen über den Wahlkampf, die Spitzenkandidaten, die Regierungsbilanz Jokowis und den Stand des Demokratisierungsprozesses. Die jüngsten Beiträge kommentieren den Wahlverlauf und die möglichen Folgen von Prabowos Präsidentschaft für Menschenrechte und Demokratie in Indonesien.

Vor der Wahl: Artikel und Interviews zum Wahlkampf

Andreas Harsono von Human Rights Watch zieht in einem Gespräch Bilanz über die zehnjährige Regierungszeit des scheidenden Präsidenten Joko Widodo und fordert: „Toxische Verordnungen müssen abgeschafft werden

Auch das Westpapua-Netzwerk, wo die Stiftung Asienhaus Mitglied ist, befragte den Menschenrechtler. Im Interview ging er insbesondere auf Jokowis Amtsbilanz und sein Wirken auf die menschenrechtliche Situation in Westpapua sowie auf mögliche Folgen der Wahlen für Westpapua ein.

Amalia Astari untersuchte, inwieweit die ausschließlich männlichen Präsidentschaftskandidaten und Parteien im Wahlkampf und Politik auf Ungleichheiten und Belange von Frauen im Wahlkampf eingingen. Frauenförderung spielte dabei kaum eine Rolle.

In einem Interview gab der Politikwissenschaftler Patrick Ziegenhain einen Überblick über die Spitzenkandidaten, ihre Programme und den Verlauf des Wahlkampfes. Ergänzt wurden seine Einschätzungen durch eine Zusammenstellung der Vorbererichterstattung mit einem Medienspiegel und Beiträgen aus der Zivilgesellschaft:

Nach der Wahl: Prabowo wird neuer Präsident Indonesiens – Kommentare, Meinungen, Analysen

Harriet Ellwein war bei den Wahlen in Indonesien und kommentierte den Verlauf und ihre Beobachtungen am Wahltag in einem Meinungsbeitrag: Ruhe in Frieden, Demokratie!

Während des Wahlkampfes ging in Indonesien die Online-Dokumentation „Dirty Vote“ viral. Die Hauptbeteiligten des Films wurden attackiert und angezeigt. Über die Hintergründe wurde Filmemacher Dandhy Dwi Laksono interviewt: Dirty Vote: "Ich könnte mir Ignoranz nicht verzeihen"

Die zeitgenössische Künstlerin Arahmaiani schrieb nach den Wahlen über die im Hintergrund wachsenden politischen Familiendynastien in Indonesien und daraus drohenden Gefahren für die Demokratie. Sie fragt sich: Wohin wird Indonesien geführt?

Nach dem Wahlsieg Prabowos analysierten Viddy Ranawijaya und Teuku Harza Mauludi sein Verhältnis zu den Medien und die Frage, ob seine künftige Präsidentschaft die Meinungs- und Medienfreiheit in Indonesien bedrohen könnte.

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