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Blickwechsel: In Thailand verschwinden Menschen

Verschwindenlassen in Thailand
Der Menschenrechtsanwalt Somchai Neelahphajit ist seit 2004 verschwunden (Foto: Amnesty International Thailand)

Die Praxis des Verschwindenlassens in Thailand geht bis in die 1940er Jahre zurück. Die meisten Fälle sind bis heute unaufgeklärt. Eine neue Entwicklung ist, dass in den letzten Jahren zunehmend Thailänder*innen im ausländischen Exil verschwinden. Unser aktueller Blickwechsel gibt einen Überblick zur Situation in Thailand und berichtet über offene sowie ungeklärte Fälle.

In Thailand sind 86 Menschen seit 1991 verschwunden. Doch auch in den Jahrzehnten davor wurde die Praxis von verschiedenen Regierungen eingesetzt.

Das Verschwindenlassen zählt zu den schwerwiegendsten Menschenrechtsverletzungen und gilt durch eine 2010 in Kraft getretenen UN-Konvention als Verbrechen. Thailand hat zwar diese UN-Konvention im Januar 2012 unterzeichnet, eine Ratifizierung durch eine thailändische Regierung hat seither jedoch nicht stattgefunden. Strafrechtliche Verfahren bei offenen Fällen des Verschwindenlassens werden nur selten eingeleitet, Ermittlungen durch Behörden behindert.

Der neue Blickwechsel von Praphakorn Wongratanawin zeigt die Situation in Thailand auf, gibt einen Rückblick auf die Entstehung der Praxis und berichtet über bekannte Fälle der letzten Jahre.

Autor:inneninformation

Praphakorn Wongratanawin studierte Social Sciences for Development an der Universität Silpakorn in Bangkok und Politik und Geschichte Südasiens in Heidelberg. Sie ist Mitglied im Kuratorium der Stiftung Asienhaus und des Arbeitskreises Thailand.

Herausgeber
Stiftung Asienhaus
Publiziert am
in Schriftenreihe:
Blickwechsel
Sprache
deutsch
Kategorien Thailand | Publikationen | Blickwechsel | Stiftung Asienhaus | Menschenrechte | Politische Systeme | Zivilgesellschaft | Asienhaus | Thailand

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