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Asientag 2022: Widerstand und Solidarität

In zahlreichen Ländern Asiens treten zivilgesellschaftliche Akteur:innen der Einschränkung ihrer Handlungsspielräume entschieden entgegen. Sie wehren sich gegen autoritäre Praktiken, Unterdrückung, Kriminalisierung und Verfolgung. Auch angesichts massiver Restriktionen arbeiten Aktivist:innen, die sich für Menschenrechte, gesellschaftspolitische Partizipation, für Gendergerechtigkeit und Konfliktbearbeitung einsetzen, beharrlich weiter.

Widerstand gegen repressive Strukturen sowie transnationale Solidarität mit Betroffenen und Engagierten sind zentral in unserer Zusammenarbeit mit Partner:innen in Asien. Wofür stehen wir ein und wofür stehen wir auf? Halten wir noch Schritt mit Corona-Pandemie, Autoritarismus, Krieg und deren Konsequenzen für die Zivilgesellschaft?

Die Corona-Pandemie hat die zivilgesellschaftliche Arbeit verändert und vielerorts in den digitalen Raum verlagert. Neue Vernetzungs- und Widerstandsmöglichkeiten haben sich eröffnet. Gleichzeitig schaffen digitale Begegnungen weniger persönliche Nähe. Staatliche Akteur:innen wollen den digitalen Raum kontrollieren und Handlungsspielräume einschränken. Welche digitalen Nischen nutzen Aktivist:innen und Organisationen? Wie exklusiv und hierarchisch ist das digitale „New Normal“?

Zivilgesellschaftliche Kritik und Einmischung können viele Gesichter haben. Wer sich unter akuten Gefahren für Menschenrechte und Umweltgerechtigkeit einsetzt, muss entscheiden wie (un)sichtbar Widerstand sein kann. Wie können wir gemeinsam Strategien entwickeln, um Aktivist:innen zu unterstützen? Wann muss sich Solidarität konfrontativ zeigen, wann dialogisch wirken?


Hier ist der Programmflyer


Kurzberichte zu den Vorträgen und Diskussionsrunden:

Begrüßung und Auftakt (Michael Windfuhr (Deutsches Institut für Menschenrechte)

Feminismus online: Chinesische und koreanische Diskurse zwischen digitaler Gewalt und staatlicher Zensur

Chen Qi (Universität Freiburg)
Ga-Eul Baek (Seoul National University)
Moderation: Joanna Klabisch (Stiftung Asienhaus)

Aktivist:innen im Exil: Handlungsmöglichkeiten für Solidarität am Beispiel von Myanmar und Philippinen
Activists in Exile: Possible Actions for Solidarity using the example of Myanmar and the Philippines

Clarizza Dagatan (Karapatan Negros)
Nyein Chan May  (German Solidarity with Myanmar Democracy e.V.)
Hannah Wolf (Aktionsbündnis Menschenrechte-Philippinen)
Moderation: Majid Lenz (Stiftung Asienhaus), Mirjam Overhoff (philippinenbüro e.V.)

Für Land, Wald und Natur: Umweltaktivismus unter Druck

Paula Assubuji (Heinrich Böll Stiftung Kambodscha)
Natalia Yewen (PUSAKA)
Moderation: Barbara Hillebrand (Westpapua-Netzwerk), Raphael Göpel (Stiftung Asienhaus)

Das Erbe der Diktaturen: Indonesien und Philippinen

Rainer Werning und Jörg Schwieger (Herausgeber des Handbuch Philippinen)
Hendra Pasuhuk (Journalist)
Moderation: Monika Schlicher (Stiftung Asienhaus)

Krieg in der Ukraine: Perspektiven aus China und Indien zwischen Außenpolitik und Zensur

Marina Rudyak (Universität Heidelberg)
Christian Wagner (Stiftung Wissenschaft und Politik)
Moderation: Christian Straube (Stiftung Asienhaus)

Enabling Space: Herausforderungen für zivilgesellschaftliche Arbeit in Nepal und Nordostindien

Moderation: Olga Basnet und Dieter Reinhardt (North East India Forum), Birgit Felleisen (Nepal-Dialogforum für Frieden und Menschenrechte)

 

Impressionen des Asientags:

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