Spenden für die Stiftung Asienhaus

Blickwechsel: Transnationale Geschäfte mit Wunschkindern

Die Reproduktionsmärkte in Asien sind wie ein Schachbrett, auf dem Akteur*innen und Produktionsorte mobil sind, verlagert und verschoben werden. Fünfzehn Jahre lang war Indien mit zigtausenden von Leihmüttern eine Drehscheibe der transnationalen Reproduktion. Ein Beitrag von Christa Wichterich.

Seit die Regierung ein Verbot kommerzieller Leihmutterschaft ankündigte, dreht sich das Karussell in südostasiatische Länder hinein. Neuerdings ist der transnationale Dreh- und Angelpunkt die Ukraine.

In Indien boomte kommerzielle Leihmutterschaft im vergangenen Jahrzehnt wie in keinem anderen Land. Die Preise waren weniger als halb so hoch wie in den USA, das medizintechnische Niveau ist exzellent und die staatliche Regulierung war minimal. In den USA kostet eine Leihmutterschaft 80.000 bis 100.000 Dollar in Indien weniger als die Hälfte.

Autor:inneninformation

Christa Wichterich ist Publizistin, freiberufliche Soziologin und Mitglied im Kuratorium der Stiftung Asienhaus. Derzeit ist sie Fellow von ICAS-MP und forscht im Winter 2018/19 in Indien zu sozialer Reproduktion und Care-Arbeit.

Herausgeber
Stiftung Asienhaus
Publiziert am
, Köln
in Schriftenreihe:
Blickwechsel
Sprache
deutsch
Kategorien Indien | Publikationen | Blickwechsel | Stiftung Asienhaus | Menschenrechte | Asienhaus

Mehr zu Indien

Zurück