Internationale Menschenrechtsorganisationen haben die kambodschanische Regierung aufgefordert, ihre Angriffe auf die Meinungsfreiheit in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie einzustellen. In den letzten Monaten hat die Regierung vor öffentlicher Kritik an ihrem Corona-Strategie und -Maßnahmen gewarnt. Nach dem Anstieg der Corona-Fälle hatte die Regierung seit Februar 2021 harte Maßnahmen ergriffen und ist auch gegen Medienberichterstatter*innen vorgegangen. Unabhängige Journalisten wurden an der Berichterstattung über die Pandemie gehindert, Personen wegen Kritik an der Impfkampagne strafrechtlich verfolgt, Medienlizenzen für Portale widerrufen. Journalist*innen und Nutzer*innen von sozialer Medien wurde gedroht. Ein Journalist wurde im Juli 2021 wegen Kritik am in China hergestellten Impfstoff verhaftet. Zuvor waren in 2021 bereits 3 Journalist*innen verhaftet worden.