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Kündigung von indischen Textilarbeiter*innen: Zulieferbetrieb verschärft Arbeitsrechtsverletzungen in der Krise

Seit Anfang Juni kämpfen die Gewerkschaft GATWU und die Beschäftigten des H&M-Zulieferers Gokaldas Exports in Srirangapatna, Karnataka um ihren Arbeitsplatz, gegen die Schließung des Standorts und gegen die unrechtmäßige Kündigung von 1200 Arbeiter* innen. In der Fabrik ECC-2 von Gokaldas Exports Limited (GE) wird ausschließlich für H&M produziert. GE hat 20 Fabriken in Karnataka, darunter vier H&M Zulieferer. Dennoch ist ECC 2 das einzige GE-Werk mit einer Gewerkschaft. Zu den Verletzungen von Arbeitnehmer*innenrechten der letzten Wochen zählen Verstöße gegen das Recht auf Vereinigungsfreiheit, auf Tarifverhandlungen sowie Schikanierung, Belästigung und Einschüchterung von Gewerkschaftsmitgliedern und illegale Entlassungen. Die illegale Schließung der Fabrik bedeutet für die Arbeiter* innen den Verlust ihres Arbeitsplatzes und ihrer Existenzgrundlage. Die Kampagne für saubere Kleidung macht auf die Hauptverantwortung von H&M für die Beilegung des Streits aufmerksam und fordert das Unternehmen auf, sich für ein Ende der Verstöße einzusetzen, anstatt seine Aufträge zurückzufahren.

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