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Thailands Gefängnisse: Behörden melden rasant steigende Zahl der Corona-Erkrankungen

Human Rights Watch ruft die thailändische Regierung zu unverzüglichem Handeln auf, um eine Verschlimmerung der aktuellen Situation in den Gefängnissen zu verhindern. Laut thailändischem Vollzugsministerium (Mai 2021) steigen die COVID-19 Erkrankungen in großen und kleineren Vollzugsanstalten im ganzen Land an. Die BBC berichtet von tausenden Infizierten und Infektionsraten von rund 50 Prozent in acht Gefängnissen – Chiang Mai kommt sogar auf 61 Prozent.

Laut internationalen Menschenrechtskonventionen ist der Staat verpflichtet für Schutz- und Gesundheitsvorkehrungen seiner Insassen zu sorgen. Angesichts der Pandemie bedeutet das momentan vor allem räumlich Trennung, regelmäßige Testmöglichkeiten sowie grundlegende Hygiene- und Gesundheitsstandards zu gewährleisten. Darüber hinaus könnte das System durch die Freilassung von Insassen, die eine Strafe wegen geringfügiger Vergehen absitzen, sich noch in Untersuchungshaft befinden oder wegen politisch motivierter Anschuldigungen einsitzen, bedeutend entlastet werden. Gefordert wurden diese Maßnahmen bereits vor über einem Jahr (April 2020) in einem offenen Brief von elf Menschenrechtsorganisationen.

Kategorien Corona | Menschenrechte | Thailand

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