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Unternehmen nutzen Pandemie für Landnahmen

In Indonesien nutzen Großunternehmen die Corona-Pandemie, um (illegale) Landansprüche gegenüber ländlichen Gemeinschaften durchzusetzen. Lokale NGOs wie WALHI (Friends of the Earth Indonesia) beklagen, dass mehrere Landkonflikte seit dem Virusausbruch eskaliert seien und die Firmen, oft Palmöl-Unternehmen, die "Ruhesituation" ausnutzen. Derzeit liege der Fokus von Regierung und Medien auf der Gesundheitslage, unabhängige Beobachtungen in Gebieten mit Landkonflikten ruhen. Das Online-Magazin Mongabay berichtet über die Fälle.

Das Consortium for Agrarian Reform (KPA) zieht in seinem Jahresabschlussbericht 2020 ähnliche Schlüsse. Trotz Konjunkturschwäche steigt die Zahl der Landkonflikte weiter an. Es kam zu zahlreichen gewaltsamen Eskalationen mit Verletzten und sogar Todesfällen als Folge. Die beteiligten Unternehmen, oft Teil eines mächtigen Konglomerats, kommen meist straffrei mit der Landnahme davon. Ein Anstieg der Streitfälle wurde ebenfalls im Kontext von staatlichen Infrastrukturprojekten wie Flughäfen, Dämmen oder Mautstraßen festgestellt.

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