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Auftaktveranstaltung Postkoloniales Erbe der Stadt Köln

Die Stadt Köln hat sich zum Ziel gesetzt, das koloniale Erbe Kölns umfassend aufzuarbeiten. Von Bedeutung ist dabei die Frage, welche Auswirkungen und welchen Einfluss der Kolonialismus auf das heutige gesellschaftliche Zusammenleben hat. Zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter die Stiftung Asienhaus, stellten ihre Arbeit zum Thema vor.

Mit dem Projekt "‌(Post)koloniales Erbe der Stadt Köln", beschlossen 2021, möchte die Stadt Köln einen gesamtgesellschaftlichen Dialog zum Thema eröffnet und eine Öffentlichkeitsbeteiligung ermöglicht. Dazu lud sie am 8. Oktober 2021 zur Auftaktveransatltung ein.

Die Auseinandersetzung mit der Kolonialzeit ist iin Köln bislang wenig präsent. Die Spuren der deutschen Kolonialzeit sind auch hier vielerorts gegenwärtig, heißt es auf der Projektseite der Stadt: "Denkmäler und Straßennamen erinnern an die Zeit und sorgen so indirekt für eine öffentliche Anerkennung und Ehrung dieser Ära. Dies wird in der Stadtgesellschaft ganz unterschiedlich wahrgenommen: Für die einen sind es tägliche Erinnerungen an eine Zeit der Ausgrenzung, Gewalt und Diskriminierung. Für andere sind sie Teil der Stadtgeschichte. Wieder andere ordnen sie keinem historischen Kontext zu.

Neben diesen sichtbaren Zeichen und Symbolen, gibt es auch weniger direkt wahrnehmbare Spuren der Kolonialzeit im Alltagsleben. Hierzu zählt eine Vielzahl an Stereotypen, die dieser Zeit entstammen und die bis heute wirken. Neben Sprachwendungen sind es auch Bilder oder Darstellungen kolonialer Ausprägung, die weiterhin präsent sind und wirken. Sie prägen das Handeln und die Einstellungen gegenüber Menschen, Regionen, Kulturen, Religionen sowie Lebensmodellen und Geschlechtsmodellen mit."

"Die entwicklungspolitische Arbeit von deutschen Nichtregierungsorganisationen zu den Ländern Asiens ist von der kolonialen Vergangenheit, den Widerstands- und Befreiungskämpfen der Gesellschaften Asiens sowie der Kontinuität politischer und wirtschaftlicher Dominanzstrukturen in der post-kolonialen Gegenwart geprägt", betont Monika Schlicher von der Stiftung Asienhaus und verwies auf die aktuelle Ausgabe des Online-Magazins südostasien. "Wir, Engagierte in der Zivilgesellschaft und in Organisationen, sind gefordert in unserer Arbeit ein Umdenken zu fördern." 

Dazu lud sie die Gäste zum 9. Asientag ein (14.11.2021), auf dem die Organistaionen im Asienhaus eine kritischen Blick auf die eigene 'entwicklungspolitische' Position werfen möchten, um eurozentristische Perspektiven zu reflektieren und Machtverhältnisse aufzubrechen.

Digitale Auftaktveranstaltung Postkoloniales Erbe der Stadt Köln

 

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