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EU-China NGO Twinning Programm

 

Das EU-China NGO Twinning Programm war ein Austauschprogramm für Mitarbeitende von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus Europa und China. Ziel war es, Partnerschaften zwischen Organisationen beider Regionen zu fördern und ein vertieftes Verständnis für die jeweiligen Perspektiven der Zivilgesellschaft zu entwickeln.

Durch den direkten Austausch und die Zusammenarbeit zu gemeinsamen Themenfeldern: darunter Klimaschutz, nachhaltige urbane Entwicklung, soziale Gerechtigkeit, Genderthemen oder Umweltschutzpolitik, trug das Programm dazu bei, globale Herausforderungen aus einer transnationalen Perspektive anzugehen. Jährlich wurden 12 europäische und 12 chinesische NGOs ausgewählt, die an diesem Austauschformat teilnahmen.

Das Programm wurde zuerst von der Stiftung Asienhaus und ab 2015 in Kooperation mit Climate Action Network Europe und der China Association for NGO Cooperation organisiert und von der Robert Bosch Stiftung sowie der Stiftung Mercator gefördert.

 

Programmerweiterung und Entwicklung

Im Jahr 2015 wurde das Programm wesentlich erweitert: Der von der Stiftung Asienhaus koordinierte Twinning-Ansatz im Bereich Social and Environmental Justice (gefördert durch die Robert Bosch Stiftung) wurde mit dem von der Stiftung Mercator geförderten Austauschprogramm zu Climate Change and Low Carbon Development zusammengeführt. Letzteres wurde von Climate Action Network Europe (CAN Europe) und der China Association for NGO Cooperation (CANGO) umgesetzt.

Durch diese Zusammenführung wurde das Programm thematisch vertieft und erweitert. Zusätzliche Partnerschaften im Bereich Klimawandel und kohlenstoffarme Entwicklung wurden integriert und ergänzten die bestehenden Kooperationen um zentrale globale Zukunftsthemen.

Die behandelten Themenfelder standen dabei in engem Zusammenhang mit den Zielen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Das Programm verstand sich als Beitrag dazu, die Rolle der Zivilgesellschaft in einer globalen Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung zu stärken.

Im Verlauf der Programmlaufzeit trug der Austausch dazu bei, gegenseitige Vorbehalte zwischen europäischen und chinesischen Organisationen abzubauen und neue Formen der Zusammenarbeit zu etablieren. Es entstanden zahlreiche gemeinsame Projekte sowie ein wachsendes Alumni-Netzwerk, das den Austausch über die Programmlaufzeit hinaus fortführte, neue Teilnehmende unterstützte und Erkenntnisse in politische und gesellschaftliche Diskurse einbrachte.

 

Ziele

Das Programm verfolgte insbesondere folgende Ziele:

  1. Stärkung der internationalen Zusammenarbeit:
    Europäische und chinesische NGOs arbeiteten gemeinsam an Projekten zu global relevanten Themen und bauten langfristige Partnerschaften auf.
  2. Kapazitätsaufbau und Professionalisierung:
    Teilnehmende Organisationen erhielten Einblicke in Arbeitsweisen, Projektentwicklung, Öffentlichkeitsarbeit und zivilgesellschaftliche Strukturen der jeweils anderen Region.
  3. Förderung von gegenseitigem Verständnis:
    Der Austausch ermöglichte es, gesellschaftliche, politische und kulturelle Kontexte besser zu verstehen und neue Perspektiven auf die eigene Arbeit zu gewinnen.
  4. Netzwerkbildung in der Zivilgesellschaft: Es entstanden belastbare, grenzüberschreitende Netzwerke zwischen europäischen und chinesischen Organisationen.

 

Programmbestandteile

Twinning-Partnerschaften
Jeweils eine europäische und eine chinesische NGO wurden als Partnerorganisationen zusammengeführt. Gemeinsam entwickelten sie ein Kooperationsprojekt zu einem spezifischen Thema.

Job-Shadowing und Austausch
Eine Mitarbeitender jeder Organisation absolvierte einen vier- bis achtwöchigen Aufenthalt in der Partnerorganisation. Die entstehenden Kosten wurden durch das Programm gefördert.

Workshops und Networking
Während des Austauschzeitraums fanden jährlich zwei Workshops (in Europa und China) statt. Diese boten Raum für fachlichen Austausch, Vernetzung sowie Inputs zu interkultureller Kommunikation und zivilgesellschaftlichen Entwicklungen.

 

Wirkung und Mehrwert

Das Programm trug dazu bei, die Rolle der Zivilgesellschaft in den Beziehungen zwischen Europa und China zu stärken. Angesichts der wachsenden globalen Bedeutung dieser Beziehungen wurde deutlich, wie wichtig eine engere Zusammenarbeit zivilgesellschaftlicher Akteure für nachhaltige soziale und ökologische Entwicklungen war.

Die Teilnehmenden entwickelten sich zu Multiplikatorinnen und Botschafterinnen zivilgesellschaftlichen Engagements. Sie brachten ihre Erfahrungen in ihre Organisationen und Netzwerke ein und stärkten langfristige internationale Kooperationen.

 

Hintergrund und Abschluss

Das Twinning Programm wurde 2013 von der Stiftung Asienhaus mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung initiiert und ab 2015 im Rahmen der erweiterten Programmstruktur gemeinsam mit der Stiftung Mercator, Climate Action Network Europe und China Association of NGO Cooperation weitergeführt. 2018 fand eine Alumni-Veranstaltung in Hongkong statt an der über 60% der Projekt-Alumni teilnahmen.  

Im Jahr 2019 fand die letzte Programmrunde statt und markierte den Abschluss von insgesamt sieben Jahren Austausch und Zusammenarbeit.

In diesem Zeitraum nahmen über 80 Organisationen aus mehr als 20 Ländern teil und bildeten ein wachsendes interregionales Netzwerk der Zivilgesellschaft.

Twinning Reports

EU-China NGO Twinning Report 2017

The 2017 twinner exchange was a small anniversary: it was already the fifth round of the program. The report "2017 EU-China Twinning: Partnerships…

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Press Release – 2018 EU-China NGO Twinning: Selection of 24 NGOs

Cologne – On 10th of May, a selection committee selected twelve European NGOs and their corresponding Chinese partners for the upcoming EU-China NGO…

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Video: EU-China NGO Twinning

The video displays the cooperation between European and Chinese NGO's enabled by the EU-China Twinning program. Participants share their experiences…

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Video zum EU-China NGO Twinning Projekt erschienen

EU-China NGO Twinning Programme ermöglicht seit 2013 jährlich 14 oder mehr NGO-MitarbeiterInnen aus China und Europa für mindestens 4 / max. 8 Wochen…

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Broschüre: EU-China NGO Twinning Program

This full report on the third round of NGO exchange „Twinning: partnerships between European and Chinese NGOs –Social and Environmental Justice –…

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Zweites EU-China NGO Twinning Policy Paper erschienen: Alternative organic certification

Dieses vom China-Programm der Stiftung Asienhaus veröffentlichte Policy Briefing Paper setzt sich mit aktuellen Herausforderungen und…

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Erste Ausgabe der EU-China NGO-Twinning Policy Briefings erschienen

EU-China-NGO-Twinning No. 1: Pollution victims in China: CSOs formulate requets to mitigate pollution and protect human health
Dieses vom…

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Broschüre: EU-China NGO Twinning Program

This full report on the second round of NGO exchange “Twinning: partnerships between Chinese and European NGOs – Investment Monitoring – Sustainable…

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FULL REPORT on 2013 first round of EU-China NGO exchange

In 2013 the Stiftung Asienhaus supported by the Robert Bosch Stiftung created the first-of-its-kind EU-China NGO Twinning exchange program, laying the…

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EU-China NGO-Twinner berichten auf neuem Asienhaus-YouTube-Kanal

Im Oktober November beteiligten sich fünf europäische und chinesische Organisationen am von der Stiftung Asienhaus organisierten "EU-China…

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Es ist soweit. Die ersten chinesischen Partner sind im Rahmen des EU-China-Twinning-Programms in Berlin angekommen: Partner sind Chee Productions aus…

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