In Timor-Leste sind während der Besatzungszeit durch Indonesien (1975–1999) schwere und systematische Menschenrechtsverletzungen begangen worden. Die Bemühungen durch die UN um Strafverfolgung gelten gemeinhin als gescheitert. Bei Gericht in Timor-Leste sind seit 2014 keine neuen Verfahren mehr eingeleitet worden. Empfehlungen der nationalen Wahrheits- und Versöhnungskommission, Commission for Reception, Truth and Reconciliation (CAVR), und der bilateralen Wahrheits- und Freundschaftskommission, Commission for Truth and Friedship (CTF) zwischen Indonesien und Timor-Leste kommt die Regierung nur sehr ungenügend nach. Dies mahnen NGOs und die Nachfolgeinstitution der Wahrheitskommissionen, das 2017 eingerichtete Centro National Chega! (CNC) an. Frauen, die Opfer von Menschenrechtsverletzungen wurden, erfahren Stigmatisierung und Diskriminierung und warten bislang vergeblich auf angemessene Reparationen. Familien fühlen sich auf der Suche nach den Gräbern ihrer gewaltsam verschwundenen Angehörigen alleine gelassen. Die Forderung nach Gerechtigkeit ist ein weiterhin zentrales Thema in der Gesellschaft.
Beatriz Miranda war während der Besatzungszeit gezwungen, mit indonesischen Soldaten zusammen zu leben. Betroffene von sexualisierter Gewalt und ihre…
Joviana Guterres, Ego Lemos and Kiera Zen explain in this interview how national identity, fight for liberation, contemporary political concerns and…
Viele Mitglieder der Filmcrew von „Beatriz’s War” haben die Zeit der indonesischen Besatzung erlebt und ihre Erfahrungen in den Film eingebracht.…
Joviana Guterres, Kiera Zen und Ego Lemos erklären in diesem Interview, wie nationale Identität, Kampf um die Befreiung, aktuelle politische Themen…
„20 Years on: Determining our own Future“ titelte Asia Justice and Rights (AJAR) seine in Kooperation mit ACbit u.a. durchgeführte Veranstaltungsreihe…
„20 Jahre in Freiheit“ heißt es 2019 in Timor-Leste. Vor 20 Jahren, am 30. August 1999, stimmten 78,5 Prozent der Osttimores*innen in einem von den…